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04.03.2005

auf ins paradies

Kontinent

Südamerika

Land

Brasilien

Reisezeit

Januar 2003 bis Februar 2003

Route

Rio - Ilha Grande - Rio - Buzios - Rio

mein erster richtiger urlaub
leider hatte ich neulich ein paar technische probleme mit der internetkommunikation zu travelfriends... jedenfalls hatte ich diesen bericht schon fetig, nur dass tante telekom einen aussetzer hatte, als es ums speichern ging. sehr nett und ich habe keine ahnung, was ich alles aufgeschrieben hatte. warscheinlich fehlt so einiges...

ich musste ja leider erst 26 werden, um mal wirklich aus deutschland rauszukommen. netterweise habe ich im sommer 2002 ein paar wirklich sympatische brasilianerinnen in potsdam kennengelernt. ganz knapp: ich wurde eingeladen und durfte mir rio und ein kleines stück brasilien als besucher (nicht als tourist) anschauen.

das paradies.... ilha grande
glücklicherweise musste ich kurz nach frankfurt und hatte so zumindest schon mal flugluft geschnuppert. anders hätte ich die aufregung wohl nicht heil überstanden...
abflug in berlin. der winter zeigt sich von seiner besten seite. minus 18 grad. keine 12 stunden später steige ich bei mehr als sommerlichen 40 grad in rio aus dem flieger, den man nur als unbequem bezeichnen kann. aber schon die ersten stunden in rio entschädigten voll und ganz. ich war wirklich in einer komplett anderen welt gelandet und die eindrücke prasselten nur so auf mich hinab. nach einer abenteuerlichen fahrt vom flughafen gehts zum ersten stop. meine freundin wohnt einen steinwurf von der copacabana entfernt. dann gehts ab zum zuckerhut, aber nicht rauf, sondern in ein wunderbares restaurant am fuß des berges (von der talstation ca. 100 m entfernt) an einer schönen bucht. dort meine erte maracuja-caipirinha (sehr zu empfehlen) und lecker essen. vorm essen wurde ich ja gewarnt, was sich als völliger blödsinn herausstellte. brasilien hat eine wahnsinnig vielseitige und gute küche.

rio ist krass. überall gutgelaunte menschen, fabrikneue 70er jahre bullys, vergitterte eingangsbereiche, erste, zweite und dritte welt in direkter nachbarschaft, taxis zu preisen einer berliner s-bahn fahrt, busse, die man wie taxis zum anhalten winkt, polizisten mit sturmgewehren und unendliche kilometer strand... beeindruckend. die architektur ist gewöhnungsbedürftig. alte häuser sucht man fast vergebens und die anzahl von neubauten erschlägt einen.

aber rio war ja nur unsere basisstation. auf nach ilha grande. mit dem stadtbus gehts für 1,50 real (klimatisiert) zum busbahnhof. dort steigen wir in einen luxuriösen überlandbus (von dem platz kann man im flieger nur träumen) und fahren für 28 real 4 stunden richtung süden. durch unendlich anmutende vororte und vorbei an riesigen fawellas (armenviertel von rio) geht es dann an einer traumhaften straße nach angra dos reis. dort im hafen warten wir nun noch auf unsere fähre, die uns in 2 stunden zur ilha frande bringen wird. die fähre kostet so um die 4 real. wer es eilig hat kann auch für 10 real mit einem geschäftstüchtigen fischer die reise antreten. dann kommen wir endlich an und haben einen ca. 2 kilometer langen fußmarsch vor uns. unsere possada (eine art pension) liegt direkt am strand umgeben von urwald. traumhaft.
ilha grande ist ein naturreservat. keine autos, kaum straßen und einfach wundervoll. perfekt zum ausspannen. und es ist schön ruhig, abgesehen von lenira, unserer haushälterin, die schon morgens um sieben mit quietschender stimme anweisungen herausposaunt. die insel ist perfekt zum wandern. oder einfach an einem einsamen strand seine ruhe zu finden. ein absolutes ausflugs-muss ist ein strand auf der anderen seite der insel liegt - praja lopez mendez. einfach im hafen einen der besagten bootsmänner ansprechen und es kann losgehen. meistens verstreicht dann noch etwa eine stunde, da dem kapitän einfällt, dass er noch benzin organisieren muss oder noch auf weitere zahlungswillige mitreisende wartet.
am wochenende wird es etwas turbolenter, da die insel beliebtes ausflugsziel für die menschen aus rio und sao paulo ist. das nachtleben findet auf dem kleinen marktplatz statt. sehr empfehlen möchte ich ein kleines restaurant direkt am meer, etwa 1 kilometer vom anlegesteg entfernt. lua e mar ist ein kleines fischrestaurant mit freundlichen betreibern, die gern lachen, wenn man als deutscher versucht seine bestellung auf portugiesisch vorzutragen. tip: banana shrimps!!!
jedenfalls hat es uns dort so gut gefallen, dass wir unseren aufenthalt einfach um eine woche verlängerten... also perfekt zum seele baumeln lassen.

buzios - muss nicht sein.
zurück nach rio. dort natürlich strand. ipanema 11. fast am ende des unendlichen strandes von rio hat mir am besten gefallen, da dort nicht mit lästigen (deutschen) touristen gerechnet werden muss. aber ein touristisches muss haben wir mitgemacht. in einer stadt, die nur aus taxis und bussen zu bestehen scheint, schafften wir wirklich zwei mal den selben taxifahrer zu erwischen. auf zu jesus. von der copacaban quer durch die stadt zum coco vado. die fahrt ist ein erlebnis, nicht nur weil der verkehr in rio gesetzen folgt, die uns völlig unbegreiflich erscheinen, sondern auch wegen der straßen, die sich mit bis zu 45 grad (klimaanlage aus, geblässe voll und 1. gang) den berg hinaufschlängeln. man kann dem motor richtig bei der temperaturerhöhung zusehen. normalerweise kann man auch den coco vado mit der seilbahn erreichen (27 real pro person), doch unser freundlicher taxi-mann machte uns ein angebot. wir nahmen uns dann 2 stunden zeit für den irren blick auf diese riesen stadt, in der es einem passieren kann, dass taxifahrer den weg nicht kennen. dann ging es zurück in die stadt (ipanema) für gesamt 90 real. für drei personen wohlgemerkt.
die cariocas sind sehr freundlich, doch sollte man sich nicht auf seine englischkenntnisse verlassen. wie die deutschen haben auch die amerikaner einen nicht allzuguten ruf in brasilien, so dass es einem leicht als arroganz
angeheftet werden kann, wenn man die menschen auf englisch anspricht. also: wenigstens begrüßungen in der landessprache...

die letzte woche ging es nochmal auf reisen. buzios, auf einer halbinsel gelegen. leider hatten wir auch dort "pech" mit dem wetter. regen, bis auf den letzten tag. mir war buzios zu touristisch, aber auch dort gab es nette stellen abseits vom rummel. würde ich mir also sparen, wenn mann nicht drauf steht.

so schnell gehen also fast vier wochen rum. schade. jedenfalls hab ich jetzt wieder fernweh und keine ahnung, wann ich das nächste mal zeit und geld für "richtigen" urlaub habe...

das wars.

der.torsten

 

 

 
 

ipanema nr. 11

 
 

unsere possada auf ilha grande

 
 

auf wiedersehen ilha grande

 
 

solches wetter hatten wir ca. 12 tage lang

 
 

solche ecken muss man in rio leider suchen

 
 

copacabana... aber die wohnung war ein traum.

 
 

santa teresa - mit dieser bahn zurück in die stadt... abenteuerl

 
 

fawellas so weit das auge reicht

 
 

"idyllische" fawella ...

 
 

taxifahrt zum coco vado

 
 

fawella

 
 

buzios: zu viele touristen - nicht mein ding